Bräuche

Wir haben im Gegensatz zu anderen Ortschaften eher wenige Bräuche, die meisten sind religiöser Herkunft.

  • Anfang Jänner gehen die Sternsinger von Haus zu Haus. Sie tragen Gedichte und Lieder vor uns sammeln Geld für die Mission. An die Haustüren wird mit Kreide das Zeichen 20-C+M+B-18 geschrieben. Das bedeutet C = Christus, M = Mansionem und B = Benedicat (Christus segne dieses Haus 2007).
  • Am Dreikönigsabend (5.) findet die Haussegnung statt. Jede Familie geht mit einem Weihrauchfass und Weihwasser betend durch das ganze Haus und den Stall/Stadel.
  • Im Februar, also in der Faschingszeit, laufen Groß und Klein mit Masken von Haus zu Haus und treiben ihren Unfug.
  • Im März und April bereiten sich alle auf Ostern vor. Der Osterputz gehört dabei ebenso dazu wie das Färben von Eiern. Am Ostersonntag werden Eier, Fleisch, Brot und andere Speisen in die Kirche zur Osterweihe getragen.
  • Am ersten Samstag im Mai findet der Kreuzgang nach Moos statt, zu dem sich alle Fraktionen versammeln. Für gute Witterung und eine gute Ernte wird bei Bittgängen zu den Kapellen im Dorf gebetet.
  • Im Juni werden zum Gedenken an das Jahr 1796, als die Tiroler in Bozen das Land Tirol dem Herzen Jesu weihten, die Herz-Jesu-Feuer entzündet. Ebenso findet die Herz-Jesu-Prozession statt.
  • Am 15. August wird überall "Hoch-unser-Frauentag" gefeiert. Beim Gottesdienst werden Kräuter und Blumensträuße geweiht. Diese werden daheim bei Gewitter angezündet, damit wir vor Hagel und Blitz verschont bleiben mögen. In Pfelders findet ein großes Zeltfest statt.
  • Im September, am 2. Sonntag im Monat, haben wir in Platt immer Prozession zur Ehre Mariens. Auch der große Almabtrieb in Pfelders ist immer Ende dieses Monats.
  • Der Oktober bringt uns das Erntedankfest.
  • Im November, zu Allerheiligen und Allerseelen, werden die Gräber geschmückt.
  • Zu Beginn der Adventzeit wird ein Adventkranz oder ein Adventgesteck gemacht. Am Barbaratag (4.) werden Kirschzweige eingefrischt, welche bis zur Weihnachtszeit blühen sollten. Am Nikolaustag (6.) kommt der Nikolaus.
  • Im Laufe des Jahres gibt es auch einen Brauch, der zur jeder Zeit eintreffen kann: Zwei Wochen vor einer Hochzeit kommen die "Schnöller" für eine Woche zum zukünftigen Bräutigam und der Braut und wünschen ihnen viel Glück und Segen. Dabei wird gesungen, getanzt, musiziert, gegessen und getrunken bis in den Morgen hinein.

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